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Schwere Vorwürfe an Tierschutzverein

Buchs SG

09. Juni 2011 21:59; Akt: 09.06.2011 20:04

von Marlene Kovacs - Schwere Vorwürfe an den Tierschutzverein Sargans-Werdenberg: Dieser nehme zu wenig Tiere auf, entziehe willkürlich Hunde und greife schnell zu Tötungen. Der Verein dementiert.

Pascal Maurer will Mischling Harley zurückhaben.

«Sie haben mir meinen Hund Harley grundlos weggenommen», sagt Pascal Maurer (40). Er hatte den Mischling vom Tierschutzverein (TSV) Sargans-Werdenberg bekommen. Doch als er nach sieben Wochen dort zu Besuch war, musste er ohne Harley wieder gehen. «Sie haben mir alles Mögliche unterstellt und ihn behalten», sagt Maurer. Er möchte Harley unbedingt zurückhaben, sagt aber: «Ich habe Angst, dass er tot ist.»

«Beim Tierschutz­verein Sargans-Werdenberg wird mit dem Einschläfern von Tieren nicht gezögert.» Ein Ex-Vereinsmitglied

Harleys Schicksal sei kein Einzelfall, erzählt ein Ex-Vereinsmitglied: «Einem anderen Mann wurde der Hund nach einem Jahr weggenommen.» Doch die Liste an Vorwürfen gegen den Verein ist noch länger: «Mit dem Einschläfern wird nicht gezögert», so das Ex-Mitglied. Man entsorge kranke Tiere lieber, als sie gesund zu pflegen.

Auch würden die meisten hilfsbedürftigen Tiere an andere Vereine abgeschoben. «Und die teure Auffangstation ist praktisch leer», so eine Tierschutzbeauftragte aus der Region. Für Tierschützerin Edith Zellweger ein typisches Beispiel in der Schweiz: «Die Spendengelder werden nur selten in die Tiere investiert.» Viele Tierschutzvereine hätten nichts mehr mit Tierschutz zu tun.

Beim Verein weist man alle Vorwürfe zurück. «Herr Maurer wollte den Hund nicht mehr haben», so Claire Vetsch-Mattle vom Tierschutzverein. Man arbeite sehr transparent und kümmere sich um jedes einzelne Tier. Vetsch: «Die wollen nur dreckige Wäsche waschen.»