Kalb Rösli vor der Schlachtbank gerettet

KALB GERETTET                                         30. März 2011 18:50; Akt: 30.03.2011 18:57

von Pascal Brotzer - Rösli ergriff die Flucht vor der Schlacht­bank.

Nun soll das Kalb für seinen Mut belohnt werden: Tierfreunde haben es gekauft.

Bauer Turnherr mit dem Kalb Rösli.   «Rösli ist immer noch völlig verängstigt», sagt Bauer Robert Willi. Das Kalb hätte diese Woche geschlachtet werden sollen, doch es ergriff kurzerhand die Flucht. Die Verfolgungsjagd von den Bauern Turnherr und Willi, dem Metzger Locher und der Polizei dauerte zwei Stunden und ging durch ganz Altstätten, wobei sich der Metzger schwer verletzte (20 Minuten berichtete). Rösli wurde schliesslich zurück auf den Bauernhof gebracht, wo es auf einen neuen Schlachttermin warten sollte. Doch dieser ist dank den Berner Zwillingsschwestern Silvia und Monika Falb (49) gestrichen. «Als ich vom Schicksal des Kalbes las, gab es mir einen Stich ins Herz und mir war klar, dass ich es retten muss», so Silvia Falb. Mit Hilfe der St. Galler Tierschützerin Edith Zellweger glückte Röslis Rettung: «Ich konnte das Kalb per H andschlag kaufen», sagt Zellweger. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Falbs waren aber nicht die Einzigen, die sich um Rösli sorgten. Denn kurz nachdem das Tier verkauft war, meldete sich aus Zürich auch Alessia Murphy: «Ich will das Tier retten, sein Mut soll belohnt werden.» Dafür sorgen nun die Schwestern Falb: «Rösli kommt auf einen Hof mit saftigen Weiden», versprechen sie.

( 11 ) Kommentare

Edith Zellweger, Tierrechtlerin am 02.04.2011 18:31

Fleisch ist legalisierter Massenmord an Tieren!

Das Leben und die Unversehrtheit eines Tieres sollte auf die gleiche Ebene gestellt werden, wie die eines Menschen! Jeder Mensch, der sich in seinem Dasein weiterentwickelt hat und sich eingehend mit dem Thema - Wer sind wir und wohin gehen wir – auseinandergesetzt hat weiss, dass wir nicht mehr wert sind wie ein Tier oder eine Pflanze etc. Wir alle gehen wieder dorthin zurück wovon wir gekommen sind! Die Fleischfresserei, Tierversuche und das sonstige Nutzen von Tieren gehört gänglich verboten und dann sieht die Welt für uns alle viel besser und friedlicher aus! So lange es Schlachthäuser gibt, gibt es Schlachtfelder!

 

Hamo54 am 01.04.2011 08:40

Tierrettung!!!

Ich bin genau der gleichen Meinung.Ich bin auch dafür dass man sich einigermassen informiert aus welchen Verhältnissen das Steak stammt dass man auf dem Teller hat.Weil in dieser Hinsicht sollten mehr unangemeldete Kontrollen gemacht werden

 

807687 am 31.03.2011 15:31

Der Mensch ist kriminell ambivalent

Jetzt kann man das Kalb ja mit dem jungen Muni zusammenbringen, der vor einiger Zeit auch ausgebüxt ist und von Tierrettern gekauft wurde. Macht doch gleich ein Asyl für Masttiere auf! Der Mensch ist so schizophren! Einerseits fällt er auf die Schnief-Schnief-Geschichten rein und andererseits geniesst er sein Steak und ignoriert die millionenfache Qual von Masttieren in duklen, miefigen Ställen, der Schlachttiertransporte und der brutalen Tötungsmethoden weltweit!

 

Edith Zellweger, Aktive Tierschutzgruppe am 31.03.2011 18:47

Das Grauen der Tiere auf dieser Erde!

Sie bringen es auf den Punkt. Und genau deshalb sollte die Fleischfresserei und das Nutzen und Ausnutzen von Tieren jeder Art und Rasse verboten werden! Tiere sind unsere Mitbürger auf dieser Erde und nicht unsere Sklaven! Der Mensch hat kein Recht auch nur ein einziges Tier zu essen noch zu nutzen! Alles was wir den Tieren antun, kommt unweigerlich auf uns zurück und dies zu Recht! Wer derart mit Tieren umgeht wie wir Menschen, hat kein aber auch gar kein Mitleid verdient! Ich hoffe sehr, dass der Schreckensherrschaft der Menschheit bald ein Ende gesetzt wird!

 

Hamo54 am 31.03.2011 07:49

Tier Rettung vor Metzger

Ich bin auf dem Bauernhof zusammen mit Tieren aufgewachsen. Ich habe als Kind schon gelernt Tiere gut zu behandeln aber nicht zu vergessen dass sie ein Teil unserer Ernärung sind.Also sollte man vielleicht das Mitgefühl nicht nur bei Tieren walten lassen weil man so schneller in die Zeitung kommt, es gibt noch viele arme Leute wer hilft denen?

 

UW.W am 30.03.2011 22:53

Bezahlen

Wenn sies gut bezahlt haben ist es dem Bauer sicher recht er muss ja leben von den Tieren.

 

wesi am 30.03.2011 22:22

Fleischlos

Super! Gut gemacht. Die Geschichte zeigt, dass Tiere genau so Angst vor dem Sterben haben wie die Menschen. Da gibt es für mich nur eines = kein Fleisch mehr essen, ich esse schon seit Jahrzehnten keines mehr. Möge das Kälbchen ein schönes unbeschwertes Leben haben!

 

enya am 30.03.2011 20:40

Tierliebe

Super, toll gemacht!!! Es sollte mehr Menschen mit soviel Herz wie die Schwestern Falb und Alessia Murphy geben. Einfach grossartig!!!

 

http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/18517502

Lüchingen                                                                   13. April 2011 21:35; Akt: 13.04.2011 21:37

Kalb Rösli darf nun den Rest seines Lebens auf einem Gnadenhof im Kanton Bern verbringen. Das Tier ist am Dienstag dort angekommen.

«Rösli hat gleich Anschluss gefunden», so Tierschützerin Edith Zellweger. Für den Aufenthalt wollen die Zwillinge Silvia und Monika Falb aufkommen. Das Kalb war Ende März in Lüchingen vor der Schlachtbank geflüchtet. Die Tierfreunde erbarmten sich seiner und kauften es kurzerhand.