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Demonstration für Rottweilerhündin Nessi

Harsche Kritik an Behörden und Tierheim

Die Demo-Teilnehmer ziehen mit Transparenten durch die Altstadt. Bild: Judith Klingenberg

Schaffhausen. 40 Personen bekundeten ihre Solidarität mit Heidi Hefti, die ihre beschlagnahmte Hündin aus dem Tierheim «entführt» hat.

Am Samstag besammelten sich rund 30 Personen, zum Teil mit ihren Hunden, vor dem Schaffhauser Tierheim. Sie waren dem Aufruf der Tierschützerin Edith Zellweger gefolgt, die im Zusammenhang mit der vom Veterinäramt beschlagnahmten Rottweilerhündin Nessi zu einer Demonstration aufgerufen hatte. Inzwischen hat bekanntlich die Halterin, Heidi Hefti, ihre angeblich gefährliche Hündin aus dem Tierheim «gerettet», weil sie um deren Leben fürchtete. Die bewilligte und friedlich verlaufende Demonstration endete vor dem Regierungsgebäude, wo Zellweger den inzwischen 40 Teilnehmern den Vorfall vom 7. September und die darauf folgenden Ereignisse schilderte. Die damals läufige «Nessi» sei weder bösartig noch gefährlich, das werde auch durch die Aufzeichnung des Wesenstests belegt, sagte sie. Und: «Mit den gegenteiligen Aussagen sogenannter Experten wird nur versucht, die willkürliche Beschlagnahmung zu rechtfertigen.» Nebst der Beamtenwillkür prangerte Zellweger die tierschutzwidrigen Bedingungen für beschlagnahmte Hunde im Tierheim an. Dieses Todeslager sei sofort zu schliessen. Weiter forderte sie den sofortigen Rücktritt oder die Entlassung des Kantonstierarztes, ausserkantonale und unabhängige Experten für Wesenstests, die Nichtwiederwahl der Regierung, die den Rekurs gegen «Nessis» Beschlagnahmung mit haltlosen Begründungen abgelehnt habe, sowie ein Zuchtverbot für alle Listenhunde. Judith Klingenberg

 

Rottweiler entführt Geldstrafe

MITTWOCH, 1. JUNI 2011 /