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Buchs SG


18. Dezember 2014 06:41; Akt: 18.12.2014 10:08 Print


«So verfilzte Hunde haben wir noch nie gesehen!»


In Buchs SG hat ein Bauarbeiter am Dienstagnachmittag zwei ausgesetzte Pekinesen gefunden. Die ungechipten Tiere waren total verfilzt und verwahrlost.


Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfilzt und verwahrlost.


Bild: Edith Zellweger

Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost. «So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet. Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, half nur noch eine Schur. So sehen die beiden Pekinesen, die nun Max und Moriz heissen, nach einer Schur und einem Bad aus. Auf diesem Parkplatz in Buchs SG wurden die beiden Hunde von einem Bauarbeiter gefunden.


«So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel. «Für langhaarige Tiere ist eine solche Verfilzung brutal, weil es schmerzt und unbequem ist.» Nachdem ein Bauarbeiter am Dienstag gegen 16.30 Uhr die zwei Pekinesen auf einem Parkplatz in Buchs vorgefunden hatte, wurde die Tierschützerin Edith Zellweger informiert.


Die Tierschützerin holte die Hunde sofort ab und meldete den Fund der Polizei. «Eigentlich wollte ich sie dann auch gleich zum Tierarzt bringen, aber es war bereits spät», so Zellweger. Deshalb brachte sie die Hunde gleich am Mittwochmorgen in die Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet.


Hundehaar braucht regelmässige Pflege


«Die Tiere waren total verfilzt und verwahrlost», sagt Sonderer. Weil sich bereits grossflächige Filzplatten gebildet hatten, half nur noch eine Schur. «Die Hunde sind jetzt zwar keine Schönheiten, es geht ihnen aber gut», so Sonderer. Zudem wurden die Hunde geimpft, entwurmt und kastriert.


Offensichtlich hat der Tierhalter die Hunde schon länger stark vernachlässigt, bevor er sie ausgesetzt hat. «Solche Leute sollten keine Tiere mehr halten dürfen», so Sonderer.


Suche nach einem neuen Zuhause


Zurzeit befinden sich die zwei- bis vierjährigen Pekinesen Max und Moritz, wie sie von Zellweger benannt wurden, bei der Tierschützerin. Wem sie gehören, sei weiterhin unklar. Zellweger hofft jedoch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Denn sowohl die Vernachlässigung als auch die Aussetzung von Tieren ist strafbar.


Sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, werde sie sich aber dafür einsetzen, dass die Person die Hunde nicht zurückbekommt, so Zellweger. Sie sei aber auf der Suche nach einem anständigen Platz für die Tiere. «Es sollten Menschen sein, die die Hunde respektieren und sie gut pflegen», so Zellweger.

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Buchs SG

23. Dezember 2014 05:51; Akt: 23.12.2014 05:51

Verfilzte Pekinesen – die Spur führt ins Bordell

Vor rund einer Woche hat ein Bauarbeiter in Buchs zwei verwahrloste Pekinesen gefunden. Die Tiere waren total verfilzt. Die Spur führt in ein Rheintaler Bordell.

Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfilzt und verwahrlost.

Die ausgesetzten Pekinesen waren total verfiltzt und verwahrlost. «So etwas haben wir noch nie gesehen», sagt Maria Sonderer, Sprechstundenhilfe der Tierarztpraxis Sonderer und Büchel in Oberriet. Weil die Verfilzung sich bereits zu grossflächigen Filzplatten entwickelt hatte, half nur noch eine Schur. So sehen die beiden Pekinesen, die nun Max und Moriz heissen, nach einer Schur und einem Bad aus. Auf diesem Parkplatz in Buchs SG wurden die beiden Hunde von einem Bauarbeiter gefunden.

Ehemaliger Besitzer in Lateinamerika


Inzwischen haben sich die Behörden des Falles angenommen. Diese Tage führten Beamte von Polizei und Veterinäramt eine Haussuchung in einer Liegenschaft beim Bahnhof Buchs durch. In dem Haus ist auch ein Bordellbetrieb untergebracht. Mehrere Frauen schaffen dort an.


Laut Aussagen von Szenekennern gehörten die Hunde dem Bordellbetreiber. Dieser lebt normalerweise im Fürstentum Liechtenstein, halte sich zurzeit aber in Lateinamerika auf. Für 20 Minuten war er am Montag nicht erreichbar.


Sicher ist: Der Mann hat Bilder der beiden Hunde auf Facebook gepostet. Auf den Bildern sehen die jungen Hunde gesund und gepflegt aus. Vergangene Woche waren die beiden total verschmutzt, rochen übel und machten einen erbärmlichen Eindruck.


Suche nach einem neuen Zuhause


Die rund vierjährigen Pekinesen – Max und Moritz, wie Zellweger sie getauft hat – befinden sich weiterhin bei der Tierschützerin. Bereits hätten sich mehrere Interessenten bei ihr gemeldet, so Zellweger.


Bevor sie die Hunde aber weitergibt, möchte sie die jeweiligen Interessenten überprüfen. Die Hunde sollen zu einer liebevollen Familie, wo sie anständig gehalten werden sollen, so Zellweger. Auch würde sie die Hunde nur mit einem Tierschutzvertrag weitergeben.

Montag, 22. Dezember 2014